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Es war vor über 10 Jahren, am 30.Juli 1999, als sich das Leben einer Familie im westlichen Landkreis Augsburg entscheidend veränderte. Die Polizei informierte eine Mutter, dass ihr 13 jähriger Sohn, gemeinsam mit drei Freunden bei einem Verkehrsunfall verletzt worden sei. Zwei der verunglückten Kinder seien mit Hubschraubern nach Augsburg und Ulm gebracht worden. Zu diesem Zeitpunkt war die Schwere der Verletzungen des Kindes, das nach Augsburg ins Zentralklinikum geflogen worden war, nicht bekannt. Im Gegensatz zu seinen Freunden war er, in der Mitte auf der Rücksitzbank sitzend, wie damals üblich, nur mit einem Beckengurt gesichert. Die dadurch verursachten schwersten inneren Verletzungen konnten nur durch den optimalen Ablauf der Rettungskette und dank der hervorragenden Leistungen der Unfallchirurgen am Augsburger Zentralklinikum in letzter Minute zum Besseren gewendet werden. Er überlebte, musste sich jedoch fünf Wochen später einer weiteren lebensrettenden Operation unterziehen.

 

In all den Jahren kam es in der Familie immer wieder zu Gesprächen, über das Unfallgeschehen. Dabei trat die Frage nach den Helfern Zusehens in den Vordergrund. Der Zufall kam zur Hilfe. Während eines erneuten Rettungseinsatzes innerhalb der Familie stellte sicher heraus, dass derselbe Rettungsassistent Hilfe leistete wie damals. Die ersten Namen wurden bekannt und fast genau am 10. Jahrestag des Unfalles klingelte in der Geschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes für den Landkreis Augsburg das Telefon. In bewegten Worten wollte die Mutter einfach „Danke“ sagen. Das lange und begreiflicherweise emotionale Gespräch endete mit dem Wunsch der Mutter „den Helfern ein Gesicht geben zu wollen“.

 

Es dauerte noch 5 Monate bis sich der Wunsch erfüllte. Kurz vor Weihnachten bekamen einige der Helfer endlich Gesichter: Dr. Christoph von Winterfeld, der als Mitglied der Motorradstreife des Bayerischen Roten Kreuzes als erster Notarzt an der Unfallstelle eintraf, Achim Häfele und Michael Rucker vom Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes aus Günzburg und Hauptmann Christian Bähschnitt, der damals den Rettungshubschrauber der Bundeswehr geflogen hatte. Herzliche Grüße übersandte der damalige Hubschraubernotarzt vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm Dr. Mathias Helm. Wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes bedauerte dieser, nicht anwesend sein zu können. In seinem Schreiben an die Familie, das verlesen wurde, betonte er die hervorragende Teamarbeit an der Einsatzstelle. Der herzlichen Begrüßung folgte eine Schilderung der Ereignisse seit den damaligen Geschehnissen aus der Sicht der Eltern und der Retter. Günther Geiger, Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Augsburg, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden Max Strehle, MdL, dieses Treffen ermöglicht hatte, gab seinem Bedauern Ausdruck, dass bei der Vielzahl von Einsätzen, bei denen ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes oft unter hohem persönlichen Einsatz Hilfe leisteten, Dank und Anerkennung, nur in seltensten Fällen erfolgte.

 

Der Unfall selbst hatte damals wegen der beteiligten vier Kinder für Aufsehen gesorgt. Eine Vielzahl von Helfern des Rettungsdienstes und der Feuerwehren, Notärzte und Polizei hatte Hand in Hand gearbeitet, um die schlimmen Folgen abzumildern. Stellvertretend für all diese nahmen die anwesenden Helfer, die um  die Versorgung des am schwersten verletzten Kindes bemüht waren, den besonderen Dank der Eltern entgegen und haben sich sichtlich über den Erfolg ihrer Arbeit gefreut.

 



Von links nach rechts:

Christian Bähschnitt, Pilot des Rettungshubschraubers, Rettungsassistent Achim Hefele vom BRK Günzburg, Marlies Reiter und Franz Reiter, Eltern des Verunglückten, Rettungsassistent Michael Rucker vom BRK Günzburg, Severin Reiter, Dr. Christoph von Winterfeldt, Notarzt und damals für die BRK Motorradstreife im Einsatz, Philipp Stöckle, Leonhard Stöckle, Konstantin Geiger, Günther Geiger,  Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverbandes Augsburg - Land

 

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Saison 2010:


13.05.2010 bis 19.09.2010